Kwer-Produktion

VORBEREITUNG UND CASTING FÜR DEN SPIELFILM „7 Tage“

7 TAGE

Adieu Ihr Lieben

Seid mir nicht böse, dass ich so über Nacht weg bin, ohne Vorankündigung, ohne Party. Das hätte es mir noch schwerer gemacht und ich hätte es mir vielleicht wieder anders überlegt. Es war toll mit euch und ich werde das alles hier vermissen. Aber ich muss zurück. Ich bin lange genug weggerannt. Das ist doch der größte Irrtum, dass man immer wieder glaubt, vor seinen Problemen wegrennen zu können. Nein, sie kommen überall hin mit, sie kleben an einem fest wie eine Zecke, man kann sie nicht einfach liegen lassen. Ich hoffe, dass ich euer Leben nicht all zu sehr durcheinander gebracht habe. Jetzt nehme ich meine Probleme wieder mit mir zurück in die Heimat, und dort werde ich sie versuchen zu beseitigen. Das geht nur dort.

Es dreht sich, es dreht sich so sehr. Nee, nicht vom Alkohol, habe ja keine Abschiedsparty gemacht.

Und dann war ich beim gleichen Konzert. Ein Jahr später. Weißt du noch? Die Menschen haben sich nicht verändert. Diese Mädels mit hinten hochtoupiert und vorne ordentlich Gel drin. Voll 90ger. Aber irgendwie glücklich. Oder nicht? Bist du glücklich? Die sahen glücklich aus. Bist du es? Wir wussten nichts miteinander anzufangen. Nach so vielen Jahren. Hätten wir Drogen nehmen sollen? Hätten wir? Mal voll auf die Kacke hauen? Nochmal so richtig? Nicht sehen. Alles verschwindet. Verschwindet in einem Moment aus nichtigen Gesprächen und der Frage, wer Feuer hat.


Brot
oder
Stulle


Dienstag, 22. August.
Es wird dunkel. Schritte auf den Straßen Berlins.
Kurz vor 21 Uhr.
„2er Studenten WG sucht Mitbewohner, Bewerbungsgespräch erforderlich.“
Es klingelt. „Am Anfang waren die voll nett zu einem, doch dann …, ich will doch nur das Zimmer haben!“.
Hat der Terror einen Namen?
Kaschi und Kaya.

Überwachung total. Keiner bleibt ungesehen. Alles was du machst wird beobachtet. Glaubst du noch immer, dass dich keiner kennt? Wenn Privates nicht mehr bei dir bleibt, wie angreifbar bist du dann?

Wir behandeln in unserem Film nicht das Große und Ganze, keine Kriege, keinen Mord und Totschlag, keine Politik, kein Wetter, keine Seifenopern, keine Liebe, kein Happy End. Wir schauen auf den Menschen, auf das Einzelschicksal, auf die Willkürlichkeit.

Stellen wir die Frage nach „Brot oder Stulle“ mal anders, „Nicht Krank oder Krank“. Entscheide dich für Stulle und du hast ein Problem, nimm zwei „Studenten“ dazu und du glaubst daran.

Es spielen:
Kaschi – Franz Carl Jarkowski
Kaya – Norman Bernien
Joni – Josefine Belger
Nikotino Jörg André Greßmann
Naivé – Peter Miklusz
Herd – Benjamin Richter
Schläfer – Ruedi Zürcher

30 Sekundenkurzfilm zum Theme Zeitreise - Nostalgie Wundertüte

Impressionen


Essensschlacht 2005

NEHMT EUCH IN ACHT VOR DEM ANGRIFF DER KILLERTOMATEN!

KREUZBERG VS FRIEDRICHSHAIN


Verfaulte Äpfel, Tomaten, Orangen, Gurken, Kotze, Scheiße (zumindest roch es so), Schlüpfer, zeltgroße BH´s flogen durch die Gegend. Getroffen wurden auch unschuldige Zivilisten bei der Schlacht um Bezirkspatriotismus, Ruhm und Stolz. Es war eine Frage der Ehre. Der Krieg war ausgebrochen, die Straßen verwüstet und Soldaten uniformiert in Gewänder aus blauen Müllsäcken zogen in den Kampf. Letztendlich mussten die hart kämpfenden Soldaten aus Kreuzberg ihre Niederlage einsehen, denn sie konnten dem Biomüll der Friedrichshainer nicht standhalten, die Oberbaumbrücke verwandelte sich in eine Biotonne

Sagen

WAS IST LUXUS? WAS IST EXISTENZ? WER BESITZT LUXUS? WER EXISTIERT?

zum Film:
nach einem Märchen von Hans Christian Andersen „Das Feuerzeug“
Stummfilm
Schwarz/Weiß
30 min.
Sommer 2005

Es spielen:
Sven Russow, Christian Joswig, Winni Seifert, Katharina Popov, Linn Stelter,
Lisa Wenzel, Kathleen Jordan, Conrad Rodenberg, Franz Lenski,
Katharina Greiser, Arvina Grahl, Sophie Schneider



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